Das erforderliche Google-Ads-Budget ergibt sich aus den angestrebten Leads und den realistischen Kosten pro Lead. Wenn ein qualifizierter Lead durchschnittlich 100 Euro kostet, benötigen Sie für 20 Leads ungefähr 2.000 Euro reines Anzeigenbudget im Monat. Bei 50 Euro pro Lead wären es etwa 1.000 Euro, bei 200 Euro pro Lead etwa 4.000 Euro.
Eine seriöse pauschale Antwort für jedes Unternehmen gibt es nicht. Kosten pro Klick, Conversion-Rate, Wettbewerb, Region, Angebot und Qualität der Landingpage können das Ergebnis stark verändern. Die richtige Ausgangsformel lautet deshalb:
Monatliches Anzeigenbudget = gewünschte Leads × erwartete Kosten pro Lead
Agenturkosten, die Erstellung von Landingpages und technische Arbeiten sind in diesem Anzeigenbudget noch nicht enthalten.
Wie wird das Budget für 20 Leads berechnet?
Für die erste Planung gibt es zwei sinnvolle Rechenwege.
Berechnung über die Kosten pro Lead
Wenn bereits Kampagnendaten vorhanden sind, ist die Berechnung über den bisherigen Cost per Lead, kurz CPL, am einfachsten.
| Erwartete Kosten pro Lead | Budget für 20 Leads |
|---|---|
| 50 € | 1.000 € |
| 80 € | 1.600 € |
| 100 € | 2.000 € |
| 150 € | 3.000 € |
| 200 € | 4.000 € |
Die Rechnung liefert einen Planwert, keine Garantie. Einzelne Leads können teurer oder günstiger sein. Außerdem kann sich der durchschnittliche CPL im Laufe eines Monats verändern.
Berechnung über Klickpreis und Conversion-Rate
Ohne eigene Daten lässt sich das Budget über zwei Annahmen schätzen:
- Wie viel kostet ein Klick auf die Anzeige?
- Welcher Anteil der Besucher wird auf der Landingpage zu einem Lead?
Die Formeln lauten:
Benötigte Klicks = 20 Leads ÷ Conversion-Rate
Anzeigenbudget = benötigte Klicks × durchschnittlicher Klickpreis
Beispiel: Bei einer Conversion-Rate von 4 Prozent werden für 20 Leads rechnerisch 500 Klicks benötigt. Kostet ein Klick durchschnittlich 5 Euro, ergibt sich ein Anzeigenbudget von 2.500 Euro.
| Durchschnittlicher Klickpreis | Conversion-Rate | Benötigte Klicks | Rechnerisches Budget |
|---|---|---|---|
| 2 € | 5 % | 400 | 800 € |
| 5 € | 4 % | 500 | 2.500 € |
| 8 € | 3 % | ca. 667 | ca. 5.336 € |
| 10 € | 2 % | 1.000 | 10.000 € |
Die Tabelle zeigt, warum die Antwort je nach Markt sehr unterschiedlich ausfallen kann. Ein günstiger Klick ist nicht automatisch wirtschaftlich, wenn kaum Besucher eine Anfrage stellen. Umgekehrt können höhere Klickpreise vertretbar sein, wenn die Leads gut qualifiziert und wirtschaftlich wertvoll sind.
Welche Zahlen werden für eine belastbare Schätzung benötigt?
Für die Budgetplanung sollten mindestens folgende Informationen vorliegen:
- Zielregion und Sprache
- beworbene Leistung
- relevante Suchbegriffe
- erwarteter durchschnittlicher Klickpreis
- Conversion-Rate der Landingpage
- Anteil qualifizierter Leads
- Abschlussquote des Vertriebs
- durchschnittlicher Auftragswert oder Deckungsbeitrag
Der Keyword-Planer von Google kann Schätzungen zu Suchvolumen, Klicks und Kosten liefern. Google weist selbst darauf hin, dass Ergebnisse unter anderem von Gebot, Budget, Anzeigenqualität, geografischer Ausrichtung und Wettbewerb abhängen. Prognosen sind daher eine Planungsgrundlage und kein Leistungsversprechen.
Ein Lead muss eindeutig definiert sein
Vor der Berechnung sollte feststehen, was als Lead zählt. Mögliche Definitionen sind:
- abgesendetes Kontaktformular
- qualifizierter Telefonanruf
- gebuchter Beratungstermin
- konkrete Angebotsanfrage
- Download gegen geschäftliche Kontaktdaten
Ein Klick auf eine Telefonnummer ist noch nicht zwangsläufig ein qualifiziertes Verkaufsgespräch. Ebenso kann ein Formular durch Bewerber, Lieferanten oder unpassende Interessenten ausgefüllt werden. Für die Geschäftsführung ist deshalb nicht nur die Anzahl der Conversions wichtig, sondern auch deren Qualität.
Google beschreibt Conversion-Tracking als Möglichkeit, wertvolle Aktionen wie Käufe, Anmeldungen, Anrufe oder Leads zu messen. Eine saubere Messung der für das Unternehmen relevanten Conversions ist die Voraussetzung für belastbare Kosten pro Lead.
Wie hoch sollte das Startbudget sein?
Für ein neues Konto sollte das Budget groß genug sein, um in einem überschaubaren Zeitraum verwertbare Daten zu sammeln. Ein zu kleines Budget kann dazu führen, dass nur wenige Klicks und einzelne, stark schwankende Conversions entstehen.
Eine praktische Vorgehensweise ist:
- Relevante Suchbegriffe und Klickpreise mit dem Keyword-Planer abschätzen.
- Eine vorsichtige Conversion-Rate annehmen.
- Das rechnerische Budget für 20 Leads ermitteln.
- Einen Testzeitraum und eine feste Ausgabengrenze definieren.
- Suchanfragen, Leads und Leadqualität regelmäßig prüfen.
- Annahmen nach den ersten belastbaren Daten ersetzen.
Bei einem errechneten Bedarf von 2.000 Euro kann beispielsweise ein begrenzter Test mit klar definierten Suchbegriffen beginnen. Ob das volle Ziel von 20 Leads bereits im ersten Monat erreicht wird, lässt sich ohne Kontodaten nicht zuverlässig vorhersagen. Neue Kampagnen müssen zunächst zeigen, welche Suchanfragen, Anzeigen und Landingpages tatsächlich funktionieren.
Zusätzlich zum rechnerischen Mediabudget ist eine Planungsreserve sinnvoll. Sie kann Schwankungen bei Klickpreisen, Suchvolumen und Conversion-Rate auffangen. Diese Reserve ist eine betriebliche Entscheidung und keine Vorgabe von Google.
Monatsbudget in ein Tagesbudget umrechnen
Google Ads arbeitet bei vielen Kampagnen mit einem durchschnittlichen Tagesbudget. Google berechnet die monatliche Ausgabengrenze für die meisten Kampagnen mit dem durchschnittlichen Tagesbudget multipliziert mit 30,4. Ein Monatsbudget von 2.000 Euro entspricht damit rechnerisch ungefähr 65,79 Euro durchschnittlichem Tagesbudget.
An einzelnen Tagen können die Kosten laut Google bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets erreichen, ohne dass die monatliche Ausgabengrenze überschritten wird. Die aktuellen Regeln erläutert Google in der Übersicht zu Budgets und Ausgabengrenzen.
Wie lässt sich der benötigte Betrag senken?
Das Budgetziel sollte nicht allein durch niedrigere Gebote verfolgt werden. Häufig ist es wirksamer, Streuverluste zu reduzieren und die Conversion-Rate zu verbessern.
Suchbegriffe enger auswählen
Konkrete Suchanfragen mit erkennbarer Kauf- oder Beratungsabsicht sind häufig wertvoller als sehr breite Begriffe. Regelmäßige Auswertung der tatsächlichen Suchanfragen hilft, unpassende Zugriffe zu erkennen und auszuschließen.
Anzeigen und Landingpage aufeinander abstimmen
Die Landingpage sollte genau das Versprechen der Anzeige aufgreifen. Besucher müssen schnell erkennen:
- Welche Leistung wird angeboten?
- Für wen ist sie geeignet?
- Welches Problem wird gelöst?
- Warum ist das Unternehmen vertrauenswürdig?
- Wie kann eine Anfrage gestellt werden?
Wenn bereits Besucher vorhanden sind, aber kaum Kontakte entstehen, sollte zuerst untersucht werden, warum Website-Besucher nicht zu Kunden werden.
Leadqualität an Google Ads zurückmelden
Nicht jede Formularanfrage ist gleich wertvoll. Wenn technisch und datenschutzrechtlich sauber umgesetzt, können qualifizierte Leads oder spätere Abschlüsse in die Auswertung einbezogen werden. Dadurch wird nicht nur auf möglichst viele Formulare, sondern auf geschäftlich relevante Ergebnisse optimiert.
Kampagnen auf ein klares Ziel begrenzen
Ein kleines Budget sollte nicht gleichzeitig auf zahlreiche Leistungen, Regionen und Kampagnentypen verteilt werden. Eine klar abgegrenzte Kampagne erzeugt schneller interpretierbare Daten. Die übergeordnete Einordnung sollte Teil einer Online-Marketing-Strategie mit klaren Zielen und Verantwortlichkeiten sein.
Wann sind 20 Leads wirtschaftlich sinnvoll?
Die reine Leadzahl beantwortet noch nicht, ob sich die Kampagne lohnt. Entscheidend ist, wie viele Leads zu Kunden werden und welchen wirtschaftlichen Wert diese Kunden haben.
Beispiel:
- 20 Leads im Monat
- 25 Prozent werden zu Kunden
- daraus entstehen 5 Neukunden
- Anzeigenbudget: 2.500 Euro
Damit betragen die reinen Werbekosten pro Neukunde 500 Euro. Ob das wirtschaftlich ist, hängt von Auftragswert, Marge, Kundenlaufzeit und zusätzlichen Vertriebs- oder Agenturkosten ab.
Eine einfache Obergrenze für den CPL lässt sich rückwärts berechnen:
maximal tragbarer CPL = wirtschaftlicher Wert eines Neukunden × Abschlussquote der Leads
Wenn ein Neukunde höchstens 1.000 Euro Akquisitionskosten verursachen darf und 20 Prozent der qualifizierten Leads zu Kunden werden, liegt der maximal tragbare CPL rechnerisch bei 200 Euro. Sicherheitsabschläge und weitere Kosten sollten in einer echten Kalkulation zusätzlich berücksichtigt werden.
Fazit: Das Budget folgt dem realistischen Preis pro Lead
Für 20 Leads im Monat kann das notwendige Google-Ads-Budget je nach Markt von unter 1.000 Euro bis zu mehreren Tausend Euro reichen. Die zentrale Rechnung lautet: 20 Leads multipliziert mit den realistischen Kosten pro Lead.
Ohne eigene Daten sollten Klickpreise, Conversion-Rate und Leadqualität zunächst vorsichtig geschätzt und anschließend in einem begrenzten Test überprüft werden. Erst reale Kampagnendaten zeigen, welches Budget für 20 qualifizierte Leads tatsächlich erforderlich ist.
Häufige Fragen zum Google-Ads-Budget für Leads
Reichen 500 Euro Google-Ads-Budget für 20 Leads?
Nur wenn ein Lead im Durchschnitt höchstens 25 Euro kostet. In vielen B2B-Märkten kann das unrealistisch sein. Ob es möglich ist, hängt von Klickpreis, Conversion-Rate, Wettbewerb und Leaddefinition ab.
Zählen Agenturkosten zum Google-Ads-Budget?
Im engeren Sinn bezeichnet das Google-Ads-Budget nur die Ausgaben an Google. Betreuung, Tracking, Landingpages und Gestaltung sollten separat kalkuliert werden, damit die gesamten Akquisitionskosten sichtbar bleiben.
Welches Tagesbudget entspricht 2.000 Euro im Monat?
Nach der von Google verwendeten Umrechnung mit 30,4 Tagen entsprechen 2.000 Euro monatlich ungefähr 65,79 Euro durchschnittlichem Tagesbudget.
Kann Google 20 Leads garantieren?
Nein. Google Ads kann Reichweite und Klicks einkaufen und Gebote auf Conversions ausrichten. Ob 20 qualifizierte Leads entstehen, hängt auch vom Markt, Angebot, Tracking und von der Landingpage ab.
Wann sollte ein Ziel-CPA verwendet werden?
Ein Ziel-CPA kann sinnvoll sein, wenn Conversions korrekt gemessen werden und ein wirtschaftlich begründeter Zielwert vorliegt. Google erklärt, dass die Strategie Gebote so setzt, dass Conversions im Durchschnitt möglichst zum festgelegten Ziel-CPA erzielt werden. Der tatsächliche CPA kann dennoch schwanken.